Radeburg

Radeburg ist eine Kleinstadt mit mittelalterlichem Stadtkern und Geburtsort von Heinrich Zille, des wohl populärsten Malers, Grafikers und Fotografen des kritischen Realismus. Hier wird die Erinnerung an den bedeutenden Künstler gepflegt (Zilleausstellung im Heimatmuseum, Zille-Schule, Zille-Hain, Zille-Denkmale, Heinrich-Zille-Weihnachtsmarkt).

Außerdem ist die Stadt bekannt für den alljährlichen Radeburger Volkskarneval mit dem größten Straßenumzug in Sachsens, zu dem bis zu 60 000 Besucher nach Radeburg kommen.

Die Stadt ist Endpunkt der Schmalspurbahn Radebeul-Radeburg. Im Natur- und Landschaftsschutzgebiet gibt es zahlreiche Teiche und Seen, die auch als Badegewässer genutzt werden können. Das in Mitteleuropa einmalige Kleinkuppengebiet ist ein Paradies für Angler, Reiter, Wanderer und Radwanderer. Der "Lößnitzdackel", wie die Schmalspurbahn von Radebeul Ost nach Radeburg von den Einheimischen liebevoll genannt wird, ist heute eine der ältesten Schmalspurstrecken Deutschlands. Bereits 1881 legte die sächsische Staatsregierung einen Plan zum Bau einer schmalspurigen Sekundärbahn von Radebeul durch den Lößnitzgrund über Moritzburg nach Radeburg vor. Im Oktober 1883 konnte der Bau begonnen werden, und am 16. September 1884 ging die 6,55 km lange Strecke als vierte sächsische Schmalspurbahn in Betrieb. Die letzten, noch weitestgehend im Original erhaltenen sächsischen Schmalspurfahrzeuge laden Sie zu einer Reise in die Vergangenheit ein. Gemütliche Wagen mit Holzbänken oder Polstersitzen, mit funktionierenden Kanonenöfen und handgeknüpften Gepäcknetzen werden Sie an längst vergangene Zeiten erinnern. Das Zugpersonal präsentiert sich dazu in historischen Uniformen, und abgeläutet wird von Hand mit einer großen Glocke. Hier gibt es noch die Beschaulichkeit beim Reisen, so wie es unsere Großeltern vielleicht einmal erlebt haben ...


Jeder schließ von sich auf andere und berücksichtigt nicht, dass es auch anständige Menschen gibt.
Heinrich Zille